Arbeitsgemeinschaft Grüne Mitte

Was ist die Grüne Mitte? 

Die Grüne Mitte ist ein etwa zwei Quadratkilometer großes Gebiet, das zwischen den Stadtteilen Bischofsheim, Dörnigheim und Hochstadt liegt.

Die Grüne Mitte hat eine wichtige Funktion als Naherholungs- und Freizeitgebiet für die Stadtteile. Sie ist aber auch durch ihre Wegstruktur eine attraktive Verbindung für Radfahrerinnen und Radfahrern und zu Fuß um in die anderen Stadtteile zu gelangen. Die Landwirtschaft nutzt viele Flächen als Weideland oder mäht die Wiesen als Grünfutter. Das Gebiet zeichnet sich durch eine attraktive, abwechslungsreiche Landschaft aus. Es befinden sich dort Streuobstwiesen, eine Flugsanddüne, Feuchtgrünland, Seen, Bachläufe und vieles mehr, außerdem ist sie ist ein Rückzugsgebiet für Vögel und andere Tiere und es wachsen dort seltene Pflanzen.

Beeinträchtigt wird das Gebiet durch die Querung der Autobahn A 66, die Bahntrasse Frankfurt-Hanau und die Hanauer Landstrasse (B 8/40).


Wie konnte man mitmachen? 

Die Grüne Mitte Maintals wird als Erholungsfläche geschätzt und von sehr vielen Menschen genutzt. Um einen gemeinsamen Konsens zu finden, wie die Grüne Mitte in Zukunft genutzt und gestaltet werden soll, wurden 2001 drei eintägige Zukunftskonferenzen durchgeführt.

Teilnehmer waren neben den Betroffenen (Anliegern, Eigentümern und Landwirten), interessierte Erwachsene (z.B. aus den Projekten "Soziale Stadtentwicklung" und den Lokalen Agenda 21-Gruppen, den Vereinen und Naturschutzgruppen) sowie Jugendliche. Um allen drei Gruppen zu ermöglichen ihre Ideen und Wünsche ohne Rechtfertigungsdruck zu entwickeln, fand die Ideensammlung in drei getrennten Workshops statt. Insgesamt beteiligten sich 75 Maintalerinnen und Maintaler.

Im März 2002 trafen sich Vertreter der drei Zukunftswerkstätten, der Maintaler Fraktionen und der Stadtverwaltung zu einer eintägigen Planungswerkstatt. Die Ideen der Zukunftswerkstätten vom  November 2001 wurden zusammengeführt, ein Stimmungsbild zu den Ideen ermittelt und an ausgewählten Projekten wurde weitergearbeitet.

Verantwortlich für die Planung, Organisation und Durchführung der drei Zukunftswerkstätten war Dipl.-Psych. Nicola Moczek. Die Planungsgemeinschaft Eckhardt und Rehahn PGER, Aschaffenburg und Mühltal übertrugen die Ergebnisse der Zukunftswerkstätten in eine Planungskarte.


Ergebnisse

  • Das Nutzungskonzept wurde von der Stadtverordnetenversammlung 2002 beschlossen.
  • Die Flächen sollen freigehalten werden von Bebauung.
  • Die Erholungseinrichtungen (Grillplatz, Schutzhütte, Spielplatz) sollen in dem Bereich am Surfsee konzentriert werden. 
  • Die Wege in der Grünen Mitte sollen saniert und neugeordnet werden.
  • Im Bereich zwischen Bahnlinie und Main soll der Naturraum erhalten werden.
  • Durchführung von Verbesserungsmaßnahmen, wie z.B. am Höllsee das Gestalten von flachen Bereichen mit Schilfanpflanzung, die ins Wasser führen
  • Einrichtung von Schwimminseln für Vögel zum Brüten
  • Bau eine Vogelbeobachtungskanzel (wurde zerstört)
  • Pflege der Kopfweiden am Braubach
  • Renaturierungsmaßnahmen am Braubach, südlich der B8/B40

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